• Startseite
  • Referenzen
EN | DE

Maßhaltige DWG aus PDF/Scan: Warum ein einziges Referenzmaß über Erfolg entscheidet

Wenn das Referenzmaß fehlt, wird aus Digitalisierung schnell „schön gezeichnet, aber falsch“. Mit Plausibilitätscheck, Layerlogik und sauberem Plot wird’s abgabefähig.

Wenn das Referenzmaß fehlt, wird aus Digitalisierung schnell „schön gezeichnet, aber falsch“. Mit Plausibilitätscheck, Layerlogik und sauberem Plot wird’s abgabefähig.

Warum PDF/Scan-Digitalisierung so oft „fast richtig“ ist


Viele Digitalisierungen wirken auf den ersten Blick gut: Linien sind sauber, Räume erkennbar, Texte stehen „irgendwo“. Und dann kommt die Praxis:

  • Türöffnungen passen nicht zu Standards

  • Achsabstände stimmen nicht

  • Treppenläufe wirken „komisch“

  • Der Grundriss ist 1–2% verzerrt (Scan/PDF-Stretch)


Das Problem ist selten die Zeichnung – es ist die Grundlage. PDFs und Scans sind keine CAD-Daten, sondern Bilder/Container. Je nach Quelle entstehen Verzerrungen, die man ohne Referenzmaß nicht sicher erkennt.

Kurz gesagt: Ohne Referenzmaß ist Maßhaltigkeit Glückssache. Und Glück ist kein Standard.

1) Das Referenzmaß: Was es ist – und warum es so wichtig ist

Ein Referenzmaß ist ein sicheres, vor Ort plausibles Maß, das wir zum Skalieren und Prüfen nutzen. Beispiele:

    • Achsmaß zwischen zwei tragenden Wänden (z. B. 3,75 m)

    • Rohbaumaß einer Hauptwand

    • Treppenhausbreite / Kernmaß

    • Türlichte + Wandstärke (nur wenn zuverlässig)


Wichtig:
Ein Referenzmaß sollte aus einer Quelle stammen, der Sie vertrauen (Vermessung, Handmessung, verlässlicher Planstand).

Best Practice

  • Mindestens 2 Referenzmaße, räumlich getrennt (z. B. links und rechts im Grundriss)

  • Wenn möglich: eins horizontal, eins vertikal
    So erkennt man Verzerrungen sofort.

2) Die 5 häufigsten Fehler bei PDF/Scan → CAD (und wie man sie verhindert)


Fehler 1: Scan-Verzerrung wird „übersehen“

Papier ist schief, Scan wurde gestreckt, PDF wurde skaliert exportiert.

Fix: Zwei Referenzmaße + Plausibilitätsraster (z. B. Achsen/Tragraster prüfen).

Fehler 2: Skalierung über „gefühlte“ Maße

„Die Tür sieht nach 1,01 m aus“ ist keine Grundlage.

Fix: Skalierung nur über definierte Referenzen – und danach mehrere Plausibilitäten checken.

Fehler 3: Linien werden „nachgefahren“, aber Logik fehlt

Layerchaos, keine Hierarchie, keine Planstruktur → Nacharbeit im Büro.

Fix: Layer-Standard + Linienstärkenlogik (Bestand/Neu/Abbruch wenn genutzt).

Fehler 4: Texte, Maße, Raumstempel sind inkonsistent

Falsche Schriftgrößen, keine Styles, Plot ist unlesbar.

Fix: Text-/Maßstandard für 1:50/1:100, Testplot.

Fehler 5: Kein „Definition of Done“

Wann ist die DWG fertig? Was genau wird geliefert?

Fix: Klare Lieferliste (DWG + PDF, Layer, Maßstab, Toleranzhinweis, optional Raumstempel).

3) Der Estata-Praxisablauf: So entsteht eine wirklich nutzbare DWG

Schritt 1: Quelle prüfen (PDF/Scan-Qualität)

  • Auflösung, Lesbarkeit, Verzerrungen, fehlende Bereiche

  • Gibt es mehrere Planstände? (Wir wählen den sinnvollsten)

Schritt 2: Skalieren mit Referenzmaß(en)

  • Skalierung über 1–2 sichere Maße

  • Plausibilitätscheck über weitere Maße (Türen, Achsen, Kern)

Schritt 3: Strukturieren (Layer, Hierarchie, Logik)

  • Geometrie sauber getrennt

  • Beschriftung/ Maße sauber getrennt

  • Hilfslayer / Achsen / Raster optional

Schritt 4: Plot & Qualitätscheck

  • Test-PDF aus der DWG

  • Lesbarkeit, Linienstärken, Schraffuren, Vollständigkeit

Schritt 5: Übergabe als „Büro-taugliches Paket“

  • DWG + PDF

  • Version/Revision

  • Kurznotiz zu Referenzmaß/Toleranz (damit es transparent bleibt)

12-Minuten-Checkliste für Architekturbüros (vor dem „Go“)

    1. Haben wir mind. 1 Referenzmaß, besser 2?

    2. Ist klar, welcher Maßstab gebraucht wird (1:50 / 1:100)?

    3. Sollen Bestand/Neu/Abbruch getrennt werden?

    4. Welche Outputs: nur Geometrie oder auch Raumstempel/Maße?

    5. Gibt es einen Bürostandard (Layer/Plot/Benennung)?

    6. Gibt es sensible Bereiche (Treppen, Kerne, Achsen), die extra geprüft werden sollen?


Wenn diese Punkte klar sind, läuft die Digitalisierung schnell – ohne Nacharbeitsschleifen.

FAQ

Es ist das Minimum. Besser sind zwei Referenzmaße, um Verzerrungen zu erkennen. Ohne Referenzmaß bleibt Maßhaltigkeit unsicher – egal wie sauber gezeichnet wird.

Dann empfehlen wir: eine kurze Handmessung (2–3 Maße) oder Vermessungsdaten. Alternativ kann man mit plausiblen Standards arbeiten, aber das muss klar als Annahme dokumentiert werden.

Das hängt von Qualität und Verzerrung ab. Wir arbeiten mit Plausibilitätschecks und dokumentieren bei Bedarf Toleranzen transparent, damit der Plan verlässlich genutzt wird.

Unbedingt. Wir übernehmen euren Bürostandard – oder definieren gemeinsam einen schlanken Standard, der künftig für alle Digitalisierungen gilt.

Schick uns das PDF/den Scan plus mindestens ein Referenzmaß (besser zwei). Wir prüfen die Vorlage, skalieren sauber, strukturieren die DWG bürotauglich und liefern DWG + PDF abgabefähig zurück.

Bestandsdigitalisierung: „Referenzmaß & Plausibilitätscheck: So wird aus…

Sprechen wir über Ihr Projekt – wir unterstützen Sie gern!

Estata Planungsservice